Samstag, 20. Oktober 2018

Holzbildhauerei ist ein Handwerk, sagt der Holzbildhauer Johann Wittchow


Mein Google-Holzbildhauer-Alert meldet mir einen Zeitungsbericht über den Holzbildhauer und Tischlermeister Johann Wittchow, geboren 1983 in Kiel. Er war drei Jahre lang (2010-2013) an der Holzbildhauerschule in Oberammergau und hat erst vor kurzem die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk abgelegt. Danach ist er von Stuttgart nach Horst in Holstein umgezogen. Er versteht oder empfiehlt sich als Ideen-Verwirklicher im Auftrag anderer (als eine Art Medium, könnte man sagen) und ausdrücklich nicht als Künstler. Das lässt aufhorchen. Ist womöglich eine Trendwende in Sicht? Gibt es bei den Holzbildhauern einen neuen Stolz auf handwerkliche Kenntnisse und Fertigkeiten, nachdem sie jahrzehntelang darauf aus gewesen sind, in erster Linie als Künstler und, wenn überhaupt, erst danach als Handwerker zu gelten?

Dabei ist es doch eine Wohltat, ja geradezu ein Akt der Befreiung, bekennen zu können (anstatt zugeben zu müssen): Ich erhebe keinen Anspruch auf Originalität, Neuheit, Autorschaft, Künstlerschaft, Authentizität und so weiter und so fort. Ich behaupte nicht mehr und nicht weniger als das, was ich durch ein Stück Wirklichkeit aus Holz belegen kann. Ich habe gemacht, was ich gemacht habe.

Das Foto stammt von Wittchows Homepage, die hier aufgerufen werden kann (bzw. am 20.10.2018 aufgerufen werden konnte).

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